Ratgeber · Legionellen

Legionellen im Kühlturm — Risiken, Pflichten und Prävention

Verdunstungskühlanlagen und Kühltürme können Legionellen über feine Aerosole verbreiten. Worauf es ankommt — und was die 42. BImSchV verlangt.

Legionellen sind Bakterien, die sich in stehendem, warmem Wasser (ca. 25–45 °C) und in Biofilmen stark vermehren. Verdunstungskühlanlagen und Kühltürme bieten dafür ideale Bedingungen — und geben über feine Wassertröpfchen (Aerosole) ein Risiko an die Umgebung ab.

Warum das gefährlich ist

Werden legionellenhaltige Aerosole eingeatmet, drohen die Legionärskrankheit (eine schwere Lungenentzündung) oder das mildere Pontiac-Fieber. Das Umweltbundesamt schätzt bis zu rund 30.000 Legionellose-Erkrankungen pro Jahr in Deutschland.

Was die 42. BImSchV verlangt

Seit 2017 schreibt die 42. BImSchV regelmäßige Untersuchungen vor. Maßgeblich sind drei Stufen (KBE/100 ml): Referenzwert 100, Prüfwert 1.000, Maßnahmenwert 10.000. Bei Überschreitung sind sofort Maßnahmen einzuleiten und die Behörde zu informieren.

So beugen Sie vor

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Häufige Fragen

Wo vermehren sich Legionellen?

In stehendem, warmem Wasser (ca. 25–45 °C) und in Biofilmen — typisch in unzureichend gewarteten Kühltürmen und Verdunstungskühlanlagen.

Welche Grenzwerte gelten?

Nach 42. BImSchV: Referenzwert 100, Prüfwert 1.000 und Maßnahmenwert 10.000 KBE/100 ml. Ab dem Maßnahmenwert sind sofort Maßnahmen nötig.

Wer darf die Anlage betreiben?

Das mit Betrieb, Wartung und Überwachung beauftragte Personal muss sachkundig sein — vermittelt in der VDI 2047 Schulung.

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